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09.02.2016 17:28
Von: MCV-Presseteam

Narren lassen sich das Feiern nicht vermiesen


Es war ein ungewöhnlicher Rosenmontag. Ein Rosenmontag, wie ihn sich der Mainzer Carneval-Verein (MCV) und alle Närrinnen und Narrhallesen sicher ganz anders gewünscht hätten. Nach der wetterbedingten Absage des Zuges und dem Ausfall des mit großer Vorfreude und Spannung erwarteten närrischen Lindwurms war die Stimmung zwar bei allen Beteiligten getrübt. Das Feiern verbieten lassen wollte sich in Mainz aber natürlich trotzdem niemand.

Und so kam es, dass ungeachtet der traurigen Nachrichten und des stürmischen Wetters dennoch mehrere Zehntausende aus allen Himmelsrichtungen in die Innenstadt strömten und sich auch von kühlen Temperaturen, Regen und Hagel die Stimmung nicht vermiesen ließen. Im Gegenteil: Mainz wurde auch an diesem etwas anderen Rosenmontag seit den Morgenstunden in eine lebenslustige Hochburg der Feiernden verwandelt. Kreativ bemalte und originell verkleidete Fastnachtsfans säumten das Areal zwischen Schillerplatz, Ludwigsstraße und Domplatz, tanzten sich die Kälte aus den Gliedern und ließen sich nicht unterkriegen. In den Kneipen der Altstadt herrschte reger Betrieb, immer wieder zogen Musikkapellen und Guggemusiker durch die Gassen und begeisterten die Menschen mit ihren tollen Einlagen.

Die Mitglieder der MCV-Zugleitung hatten wie üblich alles im Griff und beobachteten das vierfarbbunte Geschehen. Sie sorgten dafür, dass alles gesittet und ruhig ablief. Als dann am Nachmittag auch noch der MCV-Narrenzirkus auf der Lu geöffnet wurde, strömten unzählige Narren in das beliebte Partyzelt und genossen die Chartbreaker und Hits, die dort gespielt wurden. Nicht minder beliebt waren natürlich auch die beiden Open-Air-Discos am Höfchen und am Fastnachtsbrunnen. Hier wie dort schallten etliche Ohrwürmer und närrische Gassenhauer von den beiden Türmen auf das Partyareal und lockten die Massen an. Zwar etwas weniger als in den vergangenen Jahren – doch die Rosenmondnacht des MCV war allemal mehr als nur ein kleines Trostpflaster für den ausgefallenen Zug. Sie erwies sich wie schon so oft als unverzichtbarer Bestandteil des Rosenmontags und war perfekt organisiert. Als dann um 23 Uhr zum Abschluss Thomas Negers „Im Schatten des Doms“ erklangt, lagen sich die Feiernden auf dem spektakulär illuminierten Schillerplatz selig in den Armen. Gänsehautstimmung pur. Noch bis tief in die Nacht wurde in den Kneipen und Bars weitergefeiert. An diesem etwas anderen Rosenmontag.

Die traditionelle Kappenfahrt am Dienstag, bei der die großen Vereine – angeführt vom MCV – sich der holden Narrenschar präsentierten und von Tausenden bejubelt wurden, war dann sicher auch eine Entschädigung für all jene Aktiven, die auf ihre Teilnahme am Rosenmontagszug schweren Herzens verzichten mussten. Der Applaus der Zuschauer, gerade auch auf den Tribünen vor dem Staatstheater und am Straßenrand, war Balsam auf alle Fastnachtsseelen.