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17.01.2016 11:35
Von: MCV-Presseteam

Auftakt der MCV-Saalfastnacht mit der Funzelsitzung


Das große Finale

Wenn der Mainzer Carneval-Verein zu seiner traditionellen Funzelsitzung in die Rheingoldhalle lädt, ist eine ganz besondere Atmosphäre garantiert. Ausverkauft ist die Halle in jeder Kampagne ohnehin. Und auch 2016 strömten wieder rund 2500 begeisterte Närrinnen und Narrhallesen in die vierfarbbunt geschmückte „Gud Stubb“ des MCV, um bei Kerzenschein und kulinarischen Köstlichkeiten ein Programm der Extraklasse geboten zu bekommen. Fast sechs Stunden lang jagte ein närrischer Höhepunkt den nächsten, waren die kreativ verkleideten Gäste völlig aus dem Häuschen.

Zum Auftakt der MCV-Saalfastnacht zeigten die Aktiven auf und hinter der Bühne einmal mehr, was in ihnen steckt. Programmchef Alexander Leber und Regisseurin Corinna Leber hatten sich ein facettenreiches Potpourri ausgedacht, das keine närrischen Wünsche offen ließ. Während die verzückte Narrenschar sich in Stimmung schunkelte und es sich bei edlen Weinen sowie den selbst mitgebrachten Käsehäppchen, Brezeln, Mettwürsten, Frikadellen und Weintrauben gut gehen ließ, brannten die MCV-Aktiven in der Narrhalla ein wahres Feuerwerk ab.

Die MCV-Hofkapelle unter der bewährten Leitung von Andreas Hesping-Barthelmes bot so manches amüsantes musikalisches Zwischenspiel, Stimmungssänger Pit Rösch lieferte mit dem Mottolied (Text: Jürgen Stumm) die perfekte Einleitung zu einem rundum gelungenen Abend. Und dann ging es Schlag auf Schlag: Schon Protokoller Patrick Henkel, der die welt-, bundes- und lokalpolitischen Themen mit Wortwitz aufspießte und mahnend den Zeigefinger hob, sorgte für lange Beifallsbekundungen im Publikum. Spätestens der atemberaubende Auftritt der Showtanzgruppe Fantasy (Leitung: Karin und Simone Carra) des TSV Schott Mainz versetzte das Auditorium dann in Ekstase. Die stehenden Ovationen wollten nicht enden. Gleiches galt natürlich auch für die akrobatischen Darbietungen der „Magic Moves“ aus Guntersblum (Leitung: Nicole Klein und Lisa Kwansy), die nicht minder spektakulär über das Parkett flogen. Das MCV-Hofballett (Leitung Cornelia Brinkmann) verzauberte die Gäste derweil mit seinen anmutigen Tänzen und wunderschönen Kostümen.

Dass der MCV mit seinen Rednern absolute Spitzenklasse in der Meenzer Fassenacht darstellt, ist keine neue Erkenntnis. Und so kann es kaum verwundern, dass Nachtwächter Adi Guckelsberger, Obermessdiener Andreas Schmitt und Chefhostess Sabine Pelz mit ihren großartigen Vorträgen als bewährte Stimmungsgaranten auch 2016 wieder unverzichtbar sind. Jede Menge beißende Ironie, Reimsalven, freche Sprüche und vieles mehr: vor allem die Lokalprominenz und die Mainzer Geschehnisse bekamen ordentlich ihr Fett weg. Sein MCV-Debüt in der Bütt feierte Rüdiger Schlesinger als „Red-Akteur“ und nahm dabei kein Blatt vor den Mund. Ein echtes, rhetorisch geschliffenes Highlight der politisch-literarischen Fastnacht. Ein alter Bekannter ist unterdessen Hansi Greb, der als „Hobbes“ von den Leiden eines 60-Jährigen berichtete – humorvoll, spitzzüngig, selbstironisch. Einfach stark. Alexander Leber sorgte für ein beeindruckendes Beispiel Meenzer Mundart und traf als „Polizist“ genau den Nerv der sich schlapp lachenden Närrinnen und Narrhallesen. Da wollten die „Konfettis“ (Leitung: Albert Schweikart) sich natürlich nicht lumpen lassen und zeigten, welches Klangvolumen, gepaart mit Stimmvielfalt in ihnen steckt.

Stark und gewohnt textsicher und ideenreich präsentierten sich überdies die Bänkelsänger Thomas Gerster und Guido Seitz, der als Sitzungspräsident souverän und humorvoll durchs Programm führte. MCV-Präsident Richard Wagner freute sich über die zahlreichen Ehrengäste in der Halle, witzelte was das Zeug hält und strahlte genauso wie alle anderen Feiernden, als Andy Ost über sein völlig verändertes Leben als Papa eines dreijährigen Kleinkindes sang. Thomas Neger und seine Humbas ließen dem Publikum Gänsehaut über den Rücken laufen: Ihr „Im Schatten des Doms“ ist immer wieder aufs Neue einfach zu schön! 

Zu schön um wahr zu sein war dann auch das große Finale, in dem die Mainzer Hofsänger (Kapitän: Ralf Marling, musikalische Leitung: Michael Christ) ihre wunderbaren Fastnachts-Evergreens zum Besten gaben und gemeinsam mit Pit Rösch, Sandra Günter, den Bänkelsängern und der schunkelnden MCV-Familie wie schon so oft unter Beweis stellten, dass sie der beste Fastnachtschor der Welt sind. Und das völlig zu Recht! Fazit: Die Vorfreude auf die kommenden Prunkfremdensitzungen des MCV könnte bei allen Beteiligten kaum größer sein.