Scheierborzeler
Fastnachtsposse 2008: „Drunner un Drüber“ oder „Die sinn völlig vun de Roll“
In der Campagne 2008 war auf der Bühne des Mainzer Staatstheaters wieder einmal ein Novum zu bestaunen. Die Fastnachtsposse „Drunner un Drüber“ oder „Die sin völlig vun de Roll“ beruhte auf dem erfolgreichen Boulevardstück „Außer Kontrolle“ von Ray Cooney, das Heidi Pohl und Peter Krawietz jr. bearbeitet hatten. Mit dieser Bearbeitung feierten die Scheiborzeler unter der bewährten Regie von Heidi Pohl einen großartigen Erfolg, der sowohl auf die schauspielerische Leistung des Ensembles als auch auf das Stück mit reichlicher Situationskomik zurückzuführen ist.
In diesem Stück ging wahrlich alles drunter und drüber. Im Mittelpunkt des turbulenten Geschehens stand Johannes Eckespitz (Peter Krawietz jr.), ein Starbüttenredner des fiktiven Karnevalvereins „Die roten Nasen“, der während der Fernsehsitzung die Gelegenheit zu einem Schäferstündchen mit der Balletttänzerin Christine Morales (Claudia Reimers) von den „Grünen Ohren“ nutzen will. Natürlich verläuft das Stelldichein im „Perris Hotel“ nicht so harmonisch wie geplant. Im Hotelzimmer findet sich eine Leiche (Jennifer Schorr), wie es den Anschein hat von einem Rollo erschlagen. Eckespitz bittet seinen Freund Jonathan Notnagel (Andreas Kerz) die Leiche verschwinden zu lassen, damit sein guter Ruf gewahrt bleibt. Notnagel ist der Situation nervlich allerdings kaum gewachsen. Die Lage eskaliert als sowohl Frau Eckespitz (Sylvia Kipper) und Schwester Veronika (Monika Eberle), als auch der Ehemann von Christine, der eifersüchtige feurige Spanier Hector Morales (Markus Beer) auftauchen und obendrein die Leiche wieder zum Leben erwacht. Am Ende lösen sich alle Verwicklungen auf und Johannes und Jonathan kommen noch einmal mit dem Schrecken davon, nachdem sie einiges Trinkgeld an den schlitzohrigen Hotelkellner (Franz Pohl) bezahlt haben. Dieser steckte, wie sich letztendlich herausstellte, mit der „Leiche“ und dem Hotelmanager (Bernd Funke) unter einer Decke.
Im Bühnenbild von Annika Fischer, das ein Hotelzimmer einer gehobenen Kategorie zeigte, sorgten Franz Pohl und Ulrike Schilf als die unverwüstliche Fraa Ruckelsberger für die musikalischen Akzente. Das Salonorchester stand unter der Leitung von Michael Millard. Beim großartigen Finale trat wiederum die Dienheimer Jazztanzgruppe auf.
"DRUNNER UN DRIBBER"
oder
„Die sinn völlig vun de Roll“
(Nach der Farce ‘Out of Order’ von Ray Cooney,
in einer Bearbeitung von Heidi Pohl und Peter Krawietz jr.)
Was ist das, wenn es in einem bekannten Mainzer Luxushotel „drunner un dribber“ geht, die Gäste sich zu Narren machen und das Personal „völlig vun de Roll“ ist? Richtig, in Määnz ist Fassenacht!
Doch damit nicht genug. Am Fenster der nobelsten Suite des Hotels liegt eine Leiche. Der Starbüttenredner eines großen Fastnachtsvereins, den ROTEN NASEN, gerät zunehmend in Bedrängnis und die weiblichen Personen in diesem Stück geraten alle auf Abwege.
Unter größtem Einsatz, sogar seiner selbst, versucht ein Mann die Moral zu retten. Dabei muss er sogar das ein- oder andere unmoralische Angebot machen.
Nicht möglich? Doch! Es geht eben drunner un dribber!
Aber, auch wenn alle irgendwann völlig vun de Roll’ sind, erreicht das turbulente Narrenspiel ein überraschendes Ende.























