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21.02.2017 13:20
Von: MCV-Presseteam

MCV-Präsentation der Motivwagen erneut ein vierfarbbunter Volltreffer


Wenn der Mainzer Carneval-Verein (MCV) zu seiner längst zur guten Tradition gewordenen Pressekonferenz in seine Mombacher Wagenhalle ruft, kommen die neugierigen Journalisten seit Jahren in Scharen. So auch diesmal wieder. Knapp eine Woche vor dem Rosenmontagszug lüftete der MCV das Geheimnis um seine deutschlandweit bekannten Motivwagen und präsentierte die "Rollende Satire" für die Kampagne 2017 erstmals der Öffentlichkeit.

Das Interesse war abermals enorm. Schon weit vor dem offiziellen Beginn der Pressekonferenz um 10.11 Uhr bevölkerten Vertreter von Zeitungen, Fernseh- und Radiosendern die Wagenhalle, begutachteten die von MCV-Wagenbauer Dieter Wenger und seinem Team entworfenen Kunstwerke - und blieben immer wieder staunend vor den insgesamt 13 originell gestalteten Motiven stehen.

Ob Redakteure, Fotografen und Kameramänner vom ZDF, SWR, RPR und AZ oder von Rhein-Main TV, Rockland Radio, Sat1 und vielen anderen mehr - jeder einzelne konnte seine Begeisterung und sein Erstaunen über die hochaktuellen Aushängeschilder der Mainzer Straßenfastnacht nicht verbergen.

Der frischgebackene US-Präsident Donald Trump bekommt als rüpelhafter Elefant im Porzellanladen genauso sein Fett weg wie der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan, der mit einem Trecker rücksichtslos über die zarten Pflänzchen Demokratie, Presse- und Meinungsfreiheit hinwegwalzt.

Auch dem tief gefallenen "Kaiser" Franz Beckenbauer, der im Zuge der WM-Affäre in einen Geldwäsche-Skandal verwickelt war und dem mehr als nur ein Zacken aus der Krone herausgebrochen ist, ist ein Motivwagen gewidmet. Genau wie dem in einer akuten Glaubwürdigkeitskrise steckenden Mainz-05-Präsidenten Harald Strutz, der über diverse Beraterverträge und vermeintliche Ehrenamtlichkeit ins Straucheln geraten ist - aber trotz heftiger Kritik weiter uneinsichtig an seinem Stuhl klebt.

Der Kreativkreis der MCV-Zugleitung um Boris Henkel hat wie in jeder Kampagne darauf geachtet, eine bunte und ausgewogene Mischung aus globalen, regionale und lokalen Themen für die Motivwagen auszuwählen. Was zweifellos wieder beeindruckend gelungen ist. So ist CDU-Landeschefin Julia Klöckner - die über die Mauss-Agentenaffäre in die Falle getappt ist - ebenso ein echter Hingucker wie das sinkende Schlauchboot mit der Britannia, die das schlingernde EU-Schiff verlassen hat und nun selbst kurz vor dem Untergang steht. Thomas Bach, der als Präsident des Internationalen Olympischen Komitees bei den Sommerspielen in Rio de Janeiro über etliche Dopingvergehen der Russen hinweggesehen hat, hat sich in einen engen Sportanzug gepresst und stemmt eine überdimensionale Spritze in die Luft. Und bedürftige Banken wie die am Abgrund stehende Deutsche Bank müssen in der Finanzmetropole Frankfurt auf der Straße um Almosen betteln gehen, um halbwegs über die Runden zu kommen.

Keine Frage: Der Mix aus satirisch aufgespießten Themen stimmt, die Resonanz ist überwältigend positiv. Die über 50 Medienvertreter in Mombach nutzten die Chance, diverse Interviews mit MCV-Protagonisten wie Zugmarschall Markus Perabo, Präsident Reinhard Urban oder Dieter Wenger und Boris Henkel zu führen und sich umfassend rund um die Straßenfastnacht zu informieren.

Während MCV-Pressesprecher Michael Bonewitz die Moderation übernahm, beantworteten "Fastnachtsdezernent" Christopher Sitte, Polizeidirektor Achim Zahn und Markus Perabo diverse Fragen zum ebenso ausgeklügelten wie umfassenden Sicherheitskonzept für die anstehenden tollen Tage.

Auch bekannte Mainzer Gesichter wie Comedian Sven Hieronymus oder "Guddi Gutenberg" Hans-Peter Betz waren bei der PK zugegen und wollten es nicht verpasst haben, die Motivwagen am frühen Morgen genau unter die Lupe zu nehmen. Überall in der Wagenhalle wurde derweil noch geschraubt, gepinselt, gesägt und gehämmert. Das Wenger-Team wird auch in den kommenden Tagen unter Hochdruck arbeiten, damit die Gefährte pünktlich zum Rosenmontag im hellsten Glanz erstrahlen und von über einer halben Millionen verkleideten Menschen am Zugweg bejubelt werden können.

154 Zugnummern wird es geben, über 9000 Aktive werden die 7,2 Kilometer lange Strecke durch die schönsten Meenzer Gassen säumen. Dass es zur Sicherheit erneut ein strikt einzuhaltendes Glasverbot zwischen Schillerplatz und Höfchen/Tritonplatz mit genauen Kontrollen geben wird, versteht sich dabei von selbst. Gleiches gilt für das Waffentrageverbot - wer etwa mit einer Attrappe eines Sprengstoffgürtels unterwegs ist, muss mit einem umgehenden Einschreiten der Polizei rechnen.

Der Höhepunkt der Straßenfastnacht kommt mit rasanten Schritten auf alle Närrinnen und Narrhallesen zu. Die Voraussetzungen für ein vierfarbbuntes Fest der Lebensfreude und Ausgelassenheit sind spätestens seit der Präsentation der MCV-Motivwagen endgültig ideal. Jetzt muss nur noch Petrus mitspielen und den Feierenden schönes Wetter vom Himmel schicken...