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10.11.2016 14:40
Von: MCV-Presseteam

FASTNACHTSZEITUNG Neue Narrhalla erschienen / Rückschau, Ausblick und Porträts


MAINZ - „Oh Gott, Herr Pfarrer!“ So titelt die neueste Ausgabe der Narrhalla, der ältesten Fastnachtszeitung Deutschlands, die jetzt, pünktlich zum 11.11., druckfrisch erschienen ist.

Hinter dem sakral anmutenden Titel verbirgt sich die Aufmachergeschichte des Blattes, ein umfangreiches Interview mit Sascha Jung. Der katholische Flörsheimer Pfarrer hatte in der vergangenen Kampagne die Bühnen der Mainzer Fastnacht geentert und auf Anhieb große Erfolge gefeiert. In der Narrhalla erzählt er, wie er sich als Domkaplan in Limburg auch öffentlich gegen den damals höchst umstrittenen Bischof Tebartz-van Elst positioniert hat oder wie er den Weg vom Altar in die Bütt gefunden hat.

Auch der ausgefallene Rosenmontagszug ist Thema in der Narrhalla; und die Zeitung wirft sogar noch einen Blick weiter zurück als nur zum Rosenmontag 2016. Dr. Michael Kläger, Archivchef des Mainzer Carneval-Vereins (MCV) hat herausgearbeitet, wann und warum der Rosenmontagszug in vergangenen Jahrzehnten und Jahrhunderten ebenfalls ausgefallen war – und siehe da: „Gerade im 19. Jahrhundert ist der Zug eigentlich öfter ausgefallen als er stattgefunden hat“, berichtet er.

„Wir haben es geschafft, trotz knapper Mittel, ein nicht nur optisch sondern auch inhaltlich tolles Heft auf die Beine zu stellen“, sagt Narrhalla-Chefredakteur Eric Scherer. Auch die Geschichte um Seppel Glückert, der in diesem Jahr 125 Jahre alt geworden wäre, empfiehlt er. Anhand von Auszügen aus Glückerts Reden wird nachvollziehbar, wie der Junge aus der Stadthausstraße sich auch im Dritten Reich nicht den Mund verbieten ließ.

„Die Narrhalla ist gerade auch aufgrund ihrer Themenvielfalt so lesenswert“, sagt MCV-Präsident Professor Reinhard Urban, und das unter anderem wegen des Blicks in die Geschichte gepaart mit der Schau in die Zukunft.

So erfährt der Leser nämlich auch einige Neuigkeiten, die für die kommende Kampagne in den Sälen und auf den Straßen geplant sind.

Zum einen sind da die drei neuen Garden, die Bohnegard, die Jägergarde und die Gardinen, die sich anschicken, im vierfarbbunten Mainz mitzumischen; dann sind da aber auch die Neuigkeiten, die es in Sachen Straßenfastnacht zu verkünden gibt. Das Kampagnenmotto „De Dom gehört zu Meenz am Rhoi, wie Fassenacht, Weck, Worscht un Woi“ wird nämlich neu ins Rampenlicht gerückt. Zum einen mit einem Mottolied, gesungen von Pit Rösch, neuen Mottopins, die das Motto zeichnerisch darstellen, vor allem aber auch an Rosenmontag. Der MCV schickt als ersten Wagen im Zug einen Mottobus los. Der alte englische Cabrio-Doppeldecker-Bus gehört Albert Sahle aus dem nordrhein-westfälischen Greven, der dem MCV den Bus für Rosenmontag zur Verfügung stellt. Das Motto soll großflächig an beiden Seiten des Busses angebracht werden.

Vorschau auf die Posse und die Ladies-Funzelnight

48 Seiten stark ist die neue Narrhalla; und bietet außerdem eine Vorschau auf die Fastnachtsposse, auf die neue Ladies-Funzelnight und stellt wie jedes Jahr wieder eine närrische Familie vor. Diesmal hat sich die Narrhalla-Redaktion mit Familie Koch, die mit drei Generationen beim Carneval-Club Weisenau (CCW) Burggrafengarde aktiv ist, unterhalten.

„Die Narrhalla ist eine Zeitschrift für und über die komplette Mainzer Fastnacht“, betont Michael Bonewitz, Mitglied der Narrhalla-Chefredaktion und Vorstandsmitglied des MCV. Zwar werde die Narrhalla vom MCV herausgegeben, Anspruch sei aber immer, auch viele weitere Vereine und Geschichten in den Fokus zu rücken.

Die aktuelle Narrhalla ist in einer Auflage von 5000 Stück erschienen und kostenlos erhältlich. Unter anderem gibt es die Zeitung im MCV-Haus, Emmeransstraße 29, im Kundencenter der Allgemeinen Zeitung am Markt oder im Tourist Service-Center im Brückenturm am Rathaus.

Quelle: Maike Hessedenz in der Mainzer Allgemeinen Zeitung vom 11.11.2016 

Foto: Thomas Gottfried
Präsentieren die neue Ausgabe der „Narrhalla“ (v. li.): Reinhard Urban, Michael Bonewitz, Maike Hessedenz und Eric Scherer.

Die Narrhalla 2017 gibt es auch als Download im PDF-Format (9MB)